08
April
2024
GEISSBOCKHEIM ALS HEIMAT UNSERES 1. FC KÖLN ERHALTEN (2)
Das Geißbockheim ist die Heimat des 1. FC Köln. Mit dem Wort Heimat verbinden wir in dieser Causa viel mehr als nur die Anschrift. Das Geißbockheim ist Teil der DNA unseres 1. FC Köln. Den Wert und die Emotionalität, die wir mit dem Geißbockheim verbinden, haben wir in unserem ersten Text bereits dargelegt. Es ist eben nicht irgendein Trainingsgelände, es ist die Heimat unseres 1. FC Köln. Entsprechend werden wir uns weiter für den Erhalt des Geißbockheims als Heimat des 1. FC Köln stark machen. An dieser Stelle nehmen wir konkret die mittlerweile seitens des FC abgelehnte Alternativlösung „Marsdorf“ in den Blick.

Ganz aktuell veröffentlicht, dürften die meisten FC-Fans die Stellungnahme „Geißbockheim bleibt FC-Heimat“ mit Freude vor Augen haben. Dass das Statement unseres 1. FC Köln mit einem gewissen Nachdruck versehen ist, freut uns dabei umso mehr. Die Bedeutung einer funktionierenden Trainingsanlage, besonders in Anbetracht von Transfersperren und finanziell schwierigen Zeiten, wird für eine zukunftsorientierte Ausrichtung unseres 1. FC Köln immer größer. Warum wir die Zukunft des FC weiter am Geißbockheim und nicht in Marsdorf sehen, wird im Folgenden deutlich.

Dass der 1. FC Köln in Anbetracht des jämmerlichen Verlaufs der Bemühungen eines Ausbaus seines Trainingsgeländes Alternativen in Betracht zieht, erachten wir als nicht weltfremd. Es überrascht aber ebenso wenig, dass die Alternative „Marsdorf“ weder aus ökologischer, noch aus finanzieller Sicht Sinn macht.

Die Alternativlösung „Marsdorf“ stellt nach Argumentation der Ausbaugegner keine ökologische Lösung dar. Ganz im Gegenteil, denn die neu zu versiegelnde Fläche für ein Trainingsgelände in Marsdorf ist um ein vielfaches größer als die zusätzlich zu versiegelnde Fläche am Geißbockheim. Wir erinnern an der Stelle gerne: Die zu versiegelnde Fläche für den Ausbau am Geißbockheim beträgt wenige Quadratmeter für einen Schuppen, in dem Wasser und Strom für die neuen Rasenplätze bereitgestellt werden sollen. In Marsdorf trägt die neu zu versiegelnde Fläche die Größenordnung Hektar.

Darüber hinaus wird die betreffende Fläche in Marsdorf seit Generationen landwirtschaftlich bearbeitet. In der Kölner Bucht befinden sich die landwirtschaftlich fruchtbarsten Böden Deutschlands. Vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen unseres Planeten und der Wichtigkeit regional erzeugter Lebensmittel, bei denen keine zusätzliche Energie für Transportwege aufgewendet werden muss, ist eine Stilllegung und Versieglung von guten Böden schlichtweg irrational. Warum das Funktionierende mit Mehrwert für die Umwelt also aufgeben?

Die finanziellen Gegebenheiten von Stadt und Verein sehen bekannter Weise nicht so aus, dass ein Umzug des 1. FC Köln nach Marsdorf aus dem Stand finanziert werden kann. Der mögliche Erlös von 50 Millionen Euro für einen Verkauf des Geißbockheims an die Stadt zur Schaffung einer Bezirkssportanlage machen die Finanzierung von „Marsdorf“ für den 1. FC Köln nur marginal realistischer. Falls die Häßler-Millionen morgen nicht doch noch auftauchen, hat der FC schlichtweg keine 80 oder 100 Millionen Euro auf der hohen Kante, die er übermorgen in ein Trainingsgelände investieren kann.

Ob die Stadt einem Fußballclub zwingend 50 Millionen für sein Trainingsgelände in den Hals werfen muss, bleibt in Anbetracht der desolaten Zustände der Schultoiletten in unserer Stadt zumindest zu hinterfragen. Generell verachten wir dieses Geld-Rumgeschiebe. In diesem Fall ist es für alle Menschen in Köln, die es nicht zum Fußball zieht, schlichtweg nicht cool. Vermutlich fragen sich selbst eingefleischte FC-Fans, ob das wirklich sein muss.

Als mahnendes Beispiel dient der Neubau der Multifunktionshalle an Stelle des alten Radstadions. Hierfür wurde zu Beginn rund 60 Millionen Euro veranschlagt. Mittlerweile beziffern sich die Kosten auf mehr als das Doppelte. Finanziert wird das Ganze von Bund, Land und den Kölner Sportstätten (Stadt Köln). Zwei Fragen kommen uns dabei in den Sinn. Hat die Stadt Köln so schlecht kalkuliert? Oder wurden die Zahlen bei Beginn des Projekts so geschönt, um den Bau einer Multifunktionshalle überhaupt erst genehmigt zu bekommen? Getreu dem Motto: „Ist der erste Stein gesetzt, machen wir es auch fertig.“ Letzteres scheint zum guten Ton geworden zu sein, Stichwort Hauptbahnhof Stuttgart oder Elbphilharmonie. Wie auch immer, die Wiederholung solch einer Causa möchten wir unserem Verein beim Ausbau seines Trainingsgeländes gerne ersparen.

Der Verbleib am Geißbockheim ist also auch aus finanzieller Sicht sinnvoll. Es entstehen daraus keine Belastungen für die Kölner Bevölkerung. Die Verantwortlichen des 1. FC Köln sind einzig und allein in der Pflicht gegenüber ihren Fans und Mitgliedern einen soliden Plan zur Finanzierung vorzulegen. Wobei die im Raum stehenden Summen für den Ausbau am Geißbockheim für die Kassen des 1.FC Köln darstellbarer sein sollten.

Es gibt neben der für uns so wichtigen emotionalen Komponente also auch genügend ökologische und ökonomische Gründe, die gegen den Bau eines Trainingszentrums in Marsdorf sprechen. Nach Jahren des Stillstands erwarten wir Bewegung und eine belastbare Perspektive für die Zukunft unseres Vereins. Diesbezüglich nehmen wir die Verantwortlichen des 1. FC Köln und der Stadt Köln gleichermaßen in die Pflicht.

Für den Erhalt des Geißbockheims als Heimat des 1. FC Köln.

Südkurve 1. FC Köln

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