23
Februar
2024
ABSCHLUSSERKLÄRUNG ZUM SCHEITERN DES INVESTORENDEALS
Ein guter Tag für den Fußball und alle, die ihn lieben!

Der 21.02.2024 wird vielen aktiven Fußballfans lange im Gedächtnis bleiben: Das DFL-Präsidium verkündete, dass der Prozess rund um den Einstieg eines Investors in eine Tochtergesellschaft der DFL nicht mehr fortgesetzt werde.

Ein knappes Jahr nachdem wir uns erstmals mit dem Thema beschäftigen mussten, scheint das Vorhaben nun bis auf Weiteres gestoppt worden zu sein. Eine Entwicklung, die wir im höchsten Maße begrüßen und die sicherlich – insbesondere in ihrer ungeahnten Dynamik – nicht zuletzt auf die akribische Arbeit der aktiven Fans zurückzuführen ist.

Deshalb ist es angebracht, jedem zu danken, der in den vergangenen Wochen und Monaten seinen Beitrag dazu geleistet hat, ein solches Ergebnis zu ermöglichen. Wir Fußballfans haben gezeigt, wie stark wir gemeinsam sein können.

Die zurückliegende Zeit hat aber ebenso unter Beweis gestellt, dass Prozesse rund um den Einstieg von Investoren schnell wieder an Fahrt aufnehmen können. Darüber hinaus wurde deutlich, dass es noch viele andere Themen, wie den Erhalt der 50+1-Regel, gibt, die den deutschen Fußball auch in Zukunft beschäftigten und unsere Aufmerksamkeit erfordern werden.

Im Sinne des deutschen Fußballs gilt es daher, weiterhin wachsam und kritisch zu
bleiben!

Fanszenen Deutschlands im Februar 2024

20
Februar
2024
STELLUNGNAHME FANSZENEN DEUTSCHLANDS
Die anhaltenden Proteste der Fanszenen Deutschlands in den Stadien zeigen Wirkung. Diverse Vereine als auch das DFB-Präsidium sowie der Großteil der medialen Berichterstattung haben erkannt, dass der Weg nicht an einer erneuten Abstimmung unter den 36 Mitgliedervereinen der DFL vorbeiführt.

Leider müssen wir feststellen, dass aus Kreisen des DFL-Präsidiums wohl der Plan verfolgt wird, die Neuwahl unter anderen Bedingungen als im Dezember durchführen zu lassen. Anstatt einer 2/3-Mehrheit soll nun eine einfache Mehrheit ausreichen, um den DFL-Geschäftsführern die weiteren Verhandlungen mit CVC zu deren Einstieg in die DFL zu ermöglichen. In aller Klarheit:
Wir fordern eine offene Neuabstimmung mit einer benötigten 2/3-Mehrheit unter Einhaltung der 50+1-Regel!
Alles andere ist eine Farce und nichts weiter als eine Zuspitzung dieser handfesten Krise des Deutschen Fußballs!

Vereine, seid euch eurer Verantwortung bewusst und steht für eine offene Neuwahl unter selben Bedingungen wie im Dezember ein!

Fanszenen Deutschlands im Februar 2024

19
Februar
2024
GEISSBOCKHEIM ALS HEIMAT UNSERES 1.FC KÖLN ERHALTEN
Der 1.FC Köln gehört ans Geißbockheim wie der Rosenmontagszug zum Karneval. Für uns gibt es nur einen Standort für unseren Verein: Das Geißbockheim an der Franz Kremer-Allee.

Zurückblickend müssen wir uns vermutlich eingestehen, dass wir uns schon zu lange von den Hinhaltetaktiken der Stadt Köln und des 1.FC Köln vertrösten lassen haben. Das Treiben der Politik wirkt wie eine Farce, aber auch die doch mäßigen Ausblicke unseres Vereins zu dem Thema auf Mitgliederversammlungen und Stammtischen tragen nicht zu einer zuversichtlichen Stimmungslage bei. Entsprechend nehmen wir Werner Wolf und Ecki Sauren mit ihren Aussagen á la „Wir brauchen Euch alle, um das Thema Geißbockheim anzugehen“ gerne beim Wort.

„Hi, da simmer und zwar mit voller Kapelle.“

In den letzten Monaten in alle Richtungen informiert, kämpfen wir ab genau heute auch öffentlich für den Erhalt des Geißbockheims als Heimat unseres 1.FC Köln. Mit dem ersten Aufschlag wollen wir neben einer kurzen Skizzierung der Sachlage auch auf die Bedeutung des Geißbockheims eingehen.

Die Ausbaupläne rund ums Geißbockheim beinhalten die Neuerschaffung von drei Groß- und vier Kleinrasenplätzen, den Bau eines Nachwuchsleistungszentrums und das Schaffen zusätzlicher Parkfläche. Darüber hinaus soll ein kleines Häuschen, im Volksmund wohl eher als Schuppen zu betiteln, gebaut werden, in dem Elektrizität und Wasser für die neuen Plätze organsiert sind. Alle neuen Rasenplätze sollen Naturrasenplätze werden. Das Nachwuchsleistungszentrum soll auf der bereits versiegelten Fläche des Kunstrasens am Eingang des Franz-Kremer-Stadions entstehen. Der Plan für die neu geschaffenen Parkmöglichkeiten sieht vor, dass diese ebenfalls auf bereits versiegeltem Boden seitlich der Geschäftsstelle entstehen. Werden unter Umständen gepflasterte Gehwege zu den neuen Plätzen vernachlässigt, stellt der benannte Schuppen den Part der zum Thema Geißbockheim so verschrienen Versiegelung von Grünfläche dar. So richtig zur Farce wird die Nummer aber erst durch den ausschlaggebenden Grund des Stopps der Ausbauvorhaben. Im Bebauungsplan sind die vier Kleinrasenplätze als öffentliche Grünfläche deklariert, müssten aber als Sportfläche deklariert sein. Nichts Umwelt. Nichts Sinnvolles. Nichts Anderes. Eine Umwidmung der genannten Plätze in „Sportfläche“ wird zur Raketenwissenschaft. Willkommen im prozessbestimmten Bürokratieapparat Köln. Ist die Aussicht aufs Aussterben der Kanalratte wirklich größer als auf Verstand in der Verwaltung einer Großstadt?

Leider bekleckert sich unser 1.FC Köln in der Causa ebenfalls nicht mit Ruhm. Unter Anbetracht des vom Vorstand ausgerufenen „Matchplan“, indem der eigene Nachwuchs mehr denn je im Fokus stehen soll, den Ausbau des eigenen Trainingsgeländes zu einer Posse werden zu lassen, wirft zumindest Fragezeichen auf. Die Erwartung nach mehr Druck für das Erreichen der selbstgesteckten Ziele, lässt auf sich warten.

Zudem sind die Ausbaupläne für das Geißbockheim inzwischen 14 Jahre alt. Da sich die Welt in der Zeit nun mal weitergedreht hat, dürfte das ursprüngliche Vorhaben nicht mehr zwingend den heutigen Ansprüchen genügen. Es trainieren mittlerweile einige FC Mannschaften mehr am Geißbockheim, als es zur Planungsphase noch der Fall war.

Damals wäre wohl keiner davon ausgegangen, 14 Jahre in die Glaskugel schauen zu müssen, um die Bedarfsplanung eines Trainingsgeländes für einen Fußballclub zu prognostizieren. Da es heute nicht so scheint, als würden morgen die Bagger rollen, kommen relativ gewiss noch Jahre dazu. So kann die Sportstadt Köln keinen ernstzunehmenden zukunftsorientierten Kontrahenten im bundesweiten Vergleich darstellen. Traurig.

Seit der Gründung 1948 ist unser 1.FC Köln am Geißbockheim zuhause. Spätestens mit der Fertigstellung der von Franz Kremer initiierten „Schaffung einer Großsportanlange“ stellt das Geißbockheim die Festung unserer rot-weißen Krieger dar. Das Geschaffene am und die Geschichten ums Geißbockheim sorgen bei jedem FC-Fan unweigerlich für Gänsehaut.

Durch das zu seiner Zeit fortschrittliche Trainingsgelände konnte am Geißbockheim der Grundstein für drei Meisterschaften und vier Pokalsiege gelegt werden. Hier wurden Weltmeister geformt. Hier wurde für Europapokalnächte trainiert. Unzählige FC Legenden von Hans Schäfer über Wolfgang Overath und Heinz Flohe bis hin zu Jonas Hector haben sich hier die Schuhe geschnürt. Glorreiche Autogramme von Poldi, Novakovic und Geromel wurden hier geschrieben. Wir haben hier um Abstiege geweint und Aufstiege gefeiert. Das Geißbockheim gehört untrennbar zum 1. FC Köln und ist emotionaler Anlaufpunkt für Jung und Alt. Nicht wenige werden mit Opa und oder Papa voller Vorfreude als Kinder an diesen Ort gepilgert sein, um ein Training unserer Mannschaft zu sehen. Wir wollen dies auch noch mit unseren Kindern in 20 Jahren am Geißbockheim erleben!

Es geht hier eben nicht um irgendein Trainingsgelände. Wir sind der 1.FC Köln und das Geißbockheim ist unsere Heimat. Das Geißbockheim gehört zur DNA unseres Clubs und ist damit maximal schützenswert. Wir sind uns selbst in Anbetracht der aktuell weniger ruhmreichen Tage absolut sicher: Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende geschrieben, das Geißbockheim lebt und dass auch in Zukunft!

Für den Erhalt des Geißbockheims als Heimat des 1.FC Köln!

Südkurve 1.FC Köln

15
Februar
2024
WEM GEHÖRT DER FUSSBALL? NEIN ZU INVESTOREN IN DER DFL!
Die Mitglieder der DFL haben am 11. Dezember 2023 den Weg für einen Investoreneinstieg frei gemacht. Die Liste der Kritikpunkte zu diesem Vorhaben ist lang und hinlänglich bekannt. Der Investoreneinstieg ist eine Wette auf die Zukunft. Sollte diese Wette nicht aufgehen, werden die Vereine schon bald dazu gezwungen sein, eigens auferlegte rote Linien zu verrücken, um die Mindereinnahmen, die durch die Beteiligung des Investors an den Medienerlösen entstehen, ausgleichen zu können. Weitere Anstoßzeiten und ggf. neue Austragungsorte werden die Folge sein. Ganz ohne Mitbestimmungsrechte des Investors.

Es ist aber vor allem die Art und Weise, wie das Abstimmungsergebnis in der DFL zustande gekommen ist, die eine nicht mehr zu akzeptierende Grenzüberschreitung darstellt. Wir sehen uns daher zu den andauernden Protesten gezwungen. Es ist die einzige Möglichkeit eine Öffentlichkeit für die illegitime Abstimmung in der DFL zu schaffen.

Bereits der Zeitpunkt der erneuten Abstimmung über den Einstieg eines Investors in der DFL keine sechs Monate nach dem abgelehnten ersten Versuch verdeutlicht, dass die Funktionäre in der DFL kein Interesse daran hatten, die Vereine und deren Mitglieder in den Entscheidungsprozess zu involvieren. Eine konsequente Wahrung der 50+1 Regel bedarf bei derart existenziellen Fragen aber stets einer vorherigen Einbindung der Vereine und deren Mitglieder. Diese Zeit wurde den Vereinen nicht gegeben.

Heute wissen wir, dass Martin Kind sich die geheime Abstimmung zu Nutze gemacht hat und entgegen der Weisung des e.V. für den Investoreneinstieg gestimmt hat. Der e.V. ist auch in Hannover aufgrund der 50+1 Regel weisungsbefugt gegenüber Herrn Kind als Geschäftsführer der GmbH. Das „Ja“ von Martin Kind war die letzte fehlende und alles entscheidende Ja-Stimme. In Kenntnis dieser Weisung und im Wissen darüber, dass die Abstimmung erneut auf Messerschneide stand, gab man den Funktionären der Vereine so die Möglichkeit, auch entgegen der Weisung ihrer Stammvereine für den Investorendeal zu stimmen. Eine eklatante Umgehung der 50+1 Regel.

Die DFL hat damit eine rote Linie überschritten.
Wir werden diese Grenzüberschreitung nicht akzeptieren. Wir stellen daher gegenüber den Vereinen und der DFL die folgenden Forderungen:

- Wir fordern eine Wiederholung der Abstimmung, die in jedem Fall öffentlich und nicht geheim zu erfolgen hat.

- Die Wiederholung der Abstimmung kann dabei erst dann erfolgen, wenn den Vereinen genügend Zeit eingeräumt wurde, das eigene Abstimmungsverhalten mit ihren Mitgliedern zu diskutieren und innerhalb der Mitgliedschaft ein Stimmungsbild einzuholen. Nur so kann der Vereinsfußball und die 50+1 Regel gewahrt werden.

Wir werden es nicht weiter hinnehmen, dass sich einige wenige Funktionäre des Volkssports Fußball bemächtigen und sich selbst über eigens auferlegte Regeln hinwegsetzen. Unsere Forderungen sind legitim. Die Abstimmung zum Investoreneinstieg war es nicht.

Wir sind daher gezwungen die Proteste in den Stadien fortzuführen, bis es zu einer Wiederholung der Abstimmung kommt. Dafür ist eine sichtbare und anstrengende Protestform offensichtlich notwendig.

Der Fußball gehört den Fans! Nein zu Investoren in der DFL!

09
Februar
2024
STELLUNGNAHME ZUM DFL-STATEMENT
Am gestrigen Donnerstag veröffentlichte die deutsche Fußball Liga ein Statement mit dem Titel „Viele Chancen für die Clubs, keine Nachteile für die Fans“. Fangen wir hier zunächst mit dem Positiven an: Offensichtlich zeigen die Proteste Wirkung. Offenbar sah sich die Geschäftsführung genötigt, nach wochenlangem Schweigen dem Protest mit einer Stellungnahme den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ordentlich dazu beigetragen haben mit Sicherheit die öffentlichen Forderungen einiger Clubvertreter nach einer weiteren Abstimmung. Die selbstherrliche Stellungnahme der DFL bietet dementsprechend auf unserer Seite mehr Grund zum Kopfschütteln, als dass sie zur Beruhigung beitragen würde. Einige konkrete Aussagen wollen wir im Folgenden aufgreifen, schließlich beweisen diese doch in welcher verkehrten Welt die Treiber hinter dem Deal umhergeistern.

„Mitsprache durch Fans und Mitglieder in den Vereinen gehören wesentlich zum deutschen Fußball“

Immerhin eine überraschend positive Aussage, die das Mitspracherecht der Fans als wichtiges Gut des deutschen Fußballs preist. Überraschend deswegen, da vor allem der Prozess rund um die Abstimmung zum Investoreneinstieg mal wieder gezeigt hat, wie wichtig der DFL die Meinungen der Fans und Mitglieder sind. Fakt ist, dass bei der Entscheidung hinsichtlich des Deals Meinungen der Fans ignoriert und bis zu den massiven Protesten der vergangenen Wochen auch nicht beachtet wurden. Dabei hätte bereits nach den unübersehbaren Einwänden unsererseits im vergangenen Mai klar sein sollen, dass die Anhängerschaften einer Finanzierung durch Private-Equity-Investoren äußerst kritisch gegenüberstehen. Umso bezeichnender, dass die Einladung an Fanorganisationen auch erst Monate nach der illegitimen Abstimmung und den daraus resultierenden massiven Protesten erfolgte. Ein Gespräch auf Augenhöhe, bei dem die Möglichkeit zu Kompromissen besteht, sieht definitiv anders aus.

„Der deutsche Weg: 50+1“

Was zu Beginn nur eine Vermutung darstellte, ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Durch die „Ja“- Stimme von Martin Kind als Vertreter von Hannover 96 wurde klar entgegen der 50+1-Regel gehandelt. Sollte der DFL also, wie in ihrem Statement betont, der vermeintliche „deutsche Weg“ wichtig sein, führt kein Weg an einer transparenten Neuabstimmung vorbei. Die Stimme von Hannover 96 muss hierbei gemäß der Weisung des Muttervereins Hannover 96 e.V. von vornherein als „Nein“ gewertet werden. Leider ist das Bekenntnis zu 50+1 nur noch eine leere Worthülse, ausgehöhlt von Sonderregelungen und dem fehlenden Willen der DFL ihrer Wächterfunktion über die Einhaltung der Vorgaben nachzukommen. Das einzig existente „Horrorszenario“ findet wohl aktuell in der Zentrale der DFL statt: Eine juristische Überprüfung der Legitimation der Abstimmung zum Investoreneinstieg vom 11.12.2023!

„Es gibt keinen Einfluss eines Vermarktungspartners auf den sportlichen Wettbewerb, Anstoßzeiten oder Spielorte“

Immerhin findet sich hier eine inhaltliche Vertiefung der vielzitierten „roten Linien“, die der Öffentlichkeit bisher recht schwammig verkündet wurden. Leider wird ein Teil der Realität bewusst verdreht. „Nachhaltig wirtschaftende Clubs“ sind wohl eher eine Wunschvorstellung – das Drängen einiger auf Investitionen Externer verdeutlicht schon recht eindeutig, in welcher finanziellen Schieflage sich viele der Vereine befinden. Rote Linien zählen erst dann etwas, wenn diese dauerhaft und glaubwürdig umgesetzt werden können. Weder wird einer der nun handelnden Protagonisten den Prozess über die nächsten zwanzig Jahre begleiten, noch wird der mögliche Investor langfristig einer ausbleibenden Profitschöpfung tatenlos zusehen. Immerhin geht es sowohl Blackstone wie auch CVC um reine Gewinnmaximierung, nicht um den Erhalt des basisorientierten Profifußballs in Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt wird bewusst vermieden über eine mögliche Aufsplittung der Spieltage zu sprechen, doch wird gekonnt außen vorgelassen, dass eine indirekte Einflussnahme zur Erwirtschaftung von beidseitig profitabler Gewinnerwirtschaftung die Vereine auf lange Sicht zu eben genau diesem Handeln zwingen wird. In Vorbereitung auf die Rechtevergabe ab der Saison 2025/2026 wurde nicht umsonst eine Steigerung der fanunfreundlichen Anstoßzeit am Sonntagabend um 19:30 Uhr, unter dem Deckmantel der Ausweitung der internationalen Clubwettbewerbe beschlossen. Ein Blick nach Frankreich sollte reichen, um die Möglichkeiten der indirekten Einflussnahme, übrigens ebenso durch den Investor CVC, zu verdeutlichen – selbst die dortigen Antikorruptionsbehörden ermitteln inzwischen wegen der Modalitäten rund um den Einstieg. Dem schnellen Drang nach mehr Geld folgt oft die Notwendigkeit, mehr Veränderung zu wagen. Diese Veränderungen werden uns Stadiongänger wie so oft am härtesten treffen.

„Die DFL sieht eine falsche Kommerzialisierung“

Was reflektiert und zunächst beschwichtigend klingt, ist nicht mehr als heiße Luft. Während man die Kommerzialisierungsspirale auf dem Rücken der Mitglieder der Vereine nahezu überdreht, wird von einer einheitlichen europäischen Kaderkostenobergrenze geschwafelt. Blanker Hohn, sollte man doch hier zunächst vor der eigenen Haustür kehren. Die Annahme, man könne in den anderen europäischen Topligen das Rad zurückdrehen, ist an Absurdität kaum noch zu überbieten. Wer „auf eine gesunde wirtschaftliche Weiterentwicklung setzt“, sollte zunächst den Wettbewerb in den eigenen Ligen fair gestalten. Dazu finden sich wiederholt keine nachvollziehbaren Ansätze, was im Umkehrschluss erneut die Frage offenlässt, wie relevant die Wünsche der Basis für die DFL und insbesondere deren Präsidium sind.

Die thematisierten Aussagen lassen uns wiederholt mit einem düsteren Gefühl in die Zukunft blicken. Eine ehrliche Aufarbeitung rund um die illegitime Abstimmung im vergangenen Dezember ist wiederholt verpasst worden. Stattdessen wird versucht das Bündnis der deutschen Fanszenen durch die Einladung zur Teilnahme an einer reinen Scheindebatte zum Schweigen zu bringen. Unsere Forderung nach einer transparenten Neuabstimmung ist seit Wochen bekannt, nicht einmal eine Erwähnung war das der PR-Abteilung der DFL wert. Ein klares Zeichen an uns, wenn auch nett formuliert – ein Gesprächsansatz auf Augenhöhe scheint seitens der Verantwortungsträger nicht erwünscht zu sein.

Seid euch bewusst: Die deutschen Fanszenen haben einen langen Atem! Eure leeren Worte werden unseren Widerstand gegen euer Vorhaben nicht brechen! Wir sehen uns am Wochenende in den Stadien der Republik!

Fanszenen Deutschlands im Februar 2024

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