20
September
2018
Protestspieltag der "Fanszenen Deutschland" gegen Ingolstadt
,,Wir sind weiterhin bis in die Haarspitzen motiviert, uns für die Grundwerte des Fußballs und gegen eine weitere Entfremdung des Fußballs durch Korruption, Gutsherrenmachenschaften und Kommerzialisierung einzutreten. Wir sehen es mehr denn je als unsere Verantwortung gegen den DFB und die DFL aufzustehen und wissen zehntausende Unterstützer in den Kurven des Landes hinter uns.‘‘



So schlossen wir vor rund einem Monat unsere Erklärung zu dem Abbruch der Gespräche mit den Verbänden. Wir führten dabei aus, dass der Beitritt der Fanseite zu einem wie auch immer gearteten ,,runden Tisch‘‘ keine Verbesserung für jene Fanseite mit sich gebracht hat und wohl auch nicht bringen wird. Viel mehr handelte es sich bei den Gesprächen um eine für die Verbände gesichtswahrende Vorgabe von Dialogbereitschaft, ohne dabei jedoch gewillt zu sein, tatsächliche Verbesserungen im Sinne der Fußballfans durchzusetzen. Auch die geleakten E-Mails zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel und seinem Vizepräsident Rainer Koch haben uns gezeigt, dass der Abbruch der Gespräche ein richtiger Schritt war.

Diese Resignation bezieht sich dabei jedoch einzig und allein auf die besagten Gespräche, nicht jedoch auf unseren grundsätzlichen Kampf für einen anderen Fußball. Einen Fußball, der sich an der Basis orientiert, statt die Spirale in immer neue Höhen zu drehen. Der den Fokus auf die Fans legt, statt sich nur nach Investoren, Stakeholdern und dem großen Geld zu richten.

Wenn die Anliegen der Fans in Gesprächen kein Gehör finden, dann vertreten wir sie wieder dort, wo man uns nicht ignorieren kann: In unseren Stadien und Kurven. Wir haben angekündigt, dass man von uns hören wird und setzen das in der kommenden englischen Woche, dem 7. Spieltag, um.

Unsere Forderungen können den Positionspapieren entnommen werden, die wir an dieser Stelle erneut veröffentlichen:

-Anstoßzeiten

-Fanrechte

-Kommerzialisierung

-Sportgerichtsbarkeit

-Stadionverbote



In den ersten 20 Minuten werden wir auf einen wie üblich organisierten Support verzichten. Stattdessen werden wir unseren Protest in die Stadien tragen und zeigen, dass die große Masse an Fans nicht damit einverstanden ist, was einige wenige Funktionäre mit unserem geliebten Fußball veranstalten.

Über die genaue Ausgestaltung des Protests werden die jeweiligen Fanszenen informieren. Schließt euch den Protesten an, um ein einheitliches und starkes Zeichen zu setzen! Zeigt denen da oben, dass die Fans in den Stadien nicht gewillt sind, immer neue Auswüchse der Kommerzialisierung und Entfremdung in Kauf zu nehmen!

13
September
2018
Es reicht...
Wie allseits bekannt ist, liegen wir seit geraumer Zeit mit der derzeitigen Vereinsführung über Kreuz. Die Gründe dafür sind vielfältig und haben wir in einem ausführlichen Text auch in großen Teilen beleuchtet. Dennoch motivieren uns die jüngsten Ereignisse dazu, nochmal klipp und klar Stellung zu nehmen:


• Eine Vereinsführung, die eine Katastrophensaison samt anschließendem Abstieg als „Unfall“ bezeichnet, die Schuld dafür auf Ex-Trainer und Ex-Geschäftsführer schiebt und bei jeder Gelegenheit auf Schönwetter macht, statt Verantwortung zu übernehmen...

• Eine Vereinsführung, die den Verein leitet wie die Sonnenkönige, jede Gegenmeinung sowie Kritik akribisch versucht abzuwürgen und Druck auf Andersdenkende ausübt ...

• Eine Vereinsführung, die unliebsame Anträge auf Mitgliederversammlungen als Majestätsbeleidigung diffamiert, die stets von einer radikalen Minderheit kommen…

• Eine Vereinsführung, die dabei auch vor mehr als fragwürdigen Methoden nicht zurückschreckt und es jedes Mal schafft, noch einen drauf zu setzen (siehe aktuell der panische Versuch, schon auf der Einladung zur Mitgliederversammlung die Abstimmung über einen Antrag zu beeinflussen)...

• Eine Vereinsführung, die Gremien nach Lust und Laune übergeht...

• Eine Vereinsführung, die trotz begangener Fehler wie ein bockiges Kind auf jede Kontrollfunktion reagiert…

• Eine Vereinsführung, die zum erneuten Male Geschenke auf der Mitgliederversammlung verteilt, um Einfluss auf die anstehenden Wahlen des Mitgliederrats zu nehmen, dem Gremium, welches den Vorstand kontrolliert und vorschlägt und mit weiteren, ihm hörigen Kandidaten besetzt werden soll...

• Eine Vereinsführung, die schwer damit beschäftigt zu sein scheint, durch die Gegend zu touren und die Mitgliederschaft zu spalten…

• Eine Vereinsführung, die es für angemessen hält, die Umbenennung der Südkurve mit einem Sektempfang für einige Auserwählte zu besiegeln...

• Eine Vereinsführung, für die der 1. FC Köln eine „Marke“ und ein „Produkt“ ist...

• Eine Vereinsführung, welche es für richtig hält, 14.000 Euro von zwei Anfang zwanzigjährigen Fans zu fordern, denen vorgeworfen wird, dass sie ein Stück Stoff geklaut haben, obwohl diese noch nicht einmal dafür vor einem ordentlichen Gericht standen, geschweige denn verurteilt sind…

• Eine Vereinsführung, die der Öffentlichkeit vorlügt, dass man die Ultras zum Dialog bewegen möchte, aber sich erhofft, diese mit als letzten Störfaktor für die eigenen größenwahnsinnigen Pläne beseitigen zu können...


...ist in diesem Verein komplett fehl am Platz und wir haben die Schnauze voll von ihr! Sämtliche Verfehlungen, die wir als Ultras begehen könnten, machen diese Punkte nicht unwahr und wir wissen, dass viele FC-Fans diese Kritik mittlerweile teilen bzw. diese Liste noch um einiges erweitern könnten. Daher sehen wir es als wichtigstes Ziel für das Wohl des 1. FC Köln als Verein, dass diese Führung abtritt und den Weg frei macht für Leute, die das anfänglich von Werner Spinner proklamierte Versprechen, den Verein zu vereinen, realisieren können und wollen. Dieses Ziel werden wir von nun an konsequent verfolgen.


Ihr werdet von uns hören!



VORSTAND RAUS!



21
August
2018
JETZT ERST RECHT!
Vor rund zwölf Monaten schlossen sich bundesweit die Fankurven zusammen, um sich der voranschreitenden Zerstörung des Fußballs wie wir ihn kennen entgegen zu stellen. Nachdem medial zahlreiche Versuche all jener, die sich von dieser Kampagne in die Enge getrieben fühlten, misslangen, mussten sich diese Verantwortlichen bei DFB und DFL in den kommenden Monaten an ihren öffentlichen Aussagen messen lassen.

Die anfängliche Euphorie wich in den zwei erfolgten Standpunktgesprächen zwischen Vertretern der Fanszenen Deutschlands mit den Verantwortlichen aus DFB und DFL schnell. Viel mehr verfestigte sich abermals der Eindruck, man wolle diesen Dialog wie in den vergangenen Jahrzehnten nutzen, um mit einem medienwirksamen Gesprächsangebot und netten Worten die Taten um jeden Preis zu vermeiden.

Eine Mitschuld an den Entwicklungen tragen in zahlreichen Fällen auch die Vereinsvertreter. Oftmals offenbarte ein Blick hinter die Kulissen, dass Vertreter der Vereine im Innenverhältnis gegenüber den eigenen Fanvertretern Verständnis und Zusagen geben, um innerhalb der Liga-/Verbandsversammlungen dann genau gegenteilig zu agieren. Auch fehlt es hier ganz klar an einer lösungsorientierten Vernetzung und Eigeninitiative. Insbesondere in der Causa um die 50+1-Regel zeigte der Vorstoß des Vertreters vom FC St. Pauli eindrucksvoll, dass es unter den Vereinsvertretern deutlich Spielraum für mehr Eigeninitiative gibt, der noch ungenutzt ist. Die Vereinsvertreter sind mitnichten die Abnicker von kommerziellen Plänen der DFL, die allein aus Selbsterhaltungszwecken die Vermarktung der Ware Fußball vorantreiben muss. Die Vereinsvertreter sind die, die Werte und Wünsche der Basis aus Mitgliedern und Fans ihrer Vereine vertreten sollen!

Nur wenige Tage nach dem zweiten Gespräch stellte sich heraus, dass ab der Saison 2018/2019 sogar die 3. Liga einen Montagsspieltag austragen wird, was im Rahmen des Gesprächs zu keinem Zeitpunkt seitens der Verbände angebracht wurde, obwohl mit Thomas Schneider eine selbsternannte Person mit der Kernkompetenz Faninteressen vertreten war. Alleine hier hätte die Brisanz des Themas auffallen müssen. Stattdessen wurde mit einer Pilotphase für die einheitliche Behandlung von Fanutensilien ein neuer Papiertiger geschaffen, der bis heute keine Ergebnisse vorzuweisen hat. In puncto Sportsgerichtbarkeit goss der DFB seine bisher intransparenten Strafen in horrenden Höhen lediglich in Formen und manifestierte sein willkürliches Ersatzstrafrecht in einem Strafenkatalog. Auch hier kann weder von einer Verbesserung im Sinne von Vereinen und Fans keine Rede sein. Von Transparenz fehlt weiterhin jede Spur, was auch die bis heute mangelnde Aufklärung der Causa Beckenbauer in Zusammenhang mit den Sommermärchen-Millionen oder im Falle des Funktionärs Curtius sehr eindrucksvoll widerspiegelt. Die vermeintliche Neuregelung der Regionalligen wurde in einem Hauruckmanöver zu einem Glücksspiel umfunktioniert, anstatt eine klare Regelung zu finden.

Wir können diese Liste Punkt für Punkt abarbeiten um letztendlich unter dem Strich festzuhalten: Dem DFB und der DFL sind sich weder dem Gegenwert dieser ausgestreckten Hand der Fanszenen Deutschlands, noch den Konsequenzen dieser mangelnden Wertschätzung der Basis in den Stadien bewusst. Stattdessen manifestierte sich viel mehr der Eindruck, dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen!

Aus diesem Grund sehen wir keine andere Möglichkeit, als die Gespräche mit sofortiger Wirkung zu beenden und den Protest noch engagierter als zuvor in die Stadien zu tragen.

Wir sind weiterhin bis in die Haarspitzen motiviert, uns für die Grundwerte des Fußballs und gegen eine weitere Entfremdung des Fußballs durch Korruption, Gutsherrenmachenschaften und Kommerzialisierung einzutreten. Wir sehen es mehr denn je als unsere Verantwortung gegen den DFB und die DFL aufzustehen und wissen zehntausende Unterstützer in den Kurven des Landes hinter uns.

Ihr werdet auch in dieser Saison von uns hören!


Die Fanszenen Deutschlands im August 2018


http://suedkurve.koeln/jetzt-erst-recht/

07
August
2018
Mottotour nach Berlin
Die Jungs vom Domstadt Syndikat organisieren zum DFB-Pokalauswärtsspiel eine Mottotour. Den dazu passenden Artikel gibt es beim nächsten Heimspiel an der Südkurve (nur mit Vorlage des Tickets) oder in Berlin am Gästeblock.

05
August
2018
Elie
Parti il y a 10 ans - pour toujours dans nos mémoires

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